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Roadtrip durch das Jahr 1913

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Vor kurzem hat mir meine Schwester ein Hörbuch geschickt: ‚1913- Der Sommer des Jahrhunderts‘ von Florian Illies (2012). Ein Sachbuch – laut Verlagswebseite. Ich liebe Hörbücher. Fast so sehr, dass ich ohne eins zu hören nicht einschlafen oder wenigstens nicht so gut einschlafen kann. Dieses Eine hat mich aber ganz besonders beeidruckt. Und das ging schon los, als ich es völlig Ahnungslos in der ersten Nacht einschaltete…

ein Junge zielt mit einer Waffe – in die Luft – Louis Armstrong – Erziehungsanstalt – Jazztrompeter – 1913 das chinesische Jahr des Büffels – Frank Kafka – schreibt Briefe – ihm graut vor seinem Vater – der hustet – und vor Frauen  – aber nur von Angesicht zu Angsicht- Mona Lisa – gestohlen – Blaue Pferde – Blaue Reiter – Franz Marc – Freuds Couch – damals schon eine Legende – die Couch – Wien – Berlin – Thomas Mann – feiert Premiere –   Alfred Kerr – reißt „Fiorenza“ in Stücke – mit dem Stift – dieser Sadist – Eine Rose ist eine Rose ist eine Rose –  Apropos: Wo steckt eigentlich Rilke?

In dieser Nacht träumte ich von stampfenden Zügen.

Seit nunmehr einer Woche reise ich jede Nacht zurück in das Jahr 1913. Und da ich wirklich gut mit Hörbüchern einschlafen kann, wird das wohl noch eine Weile so weitergehen. Es ist wunderbar! Es ist wie Achterbahnfahren. Oder…

… sich im turbo Tempo durch Wikipedia klicken oder eben durch ein (digitales) Zeitungsarchiv von 1913. Besser gesagt klickt Florian Illies für mich und das macht er in Perfektion! Da ich aber früher oder später einfach einschlafe (nicht aus Langeweile, sondern vor Erschöpfung), springe ich dann in der nächsten Nacht beliebig vor und zurück, um an geeigneter Stelle weiterzureisen oder nocheinmal eine geliebte Stelle wiederzuhören; es ist ein auditiver Hypertext, in dem ich mitmischen kann. Das macht mich jedes mal aufs neue neugierig und das Verlangen zu „spoilern“ wächst. Das wunderbare: was geschehen wird ist sowieso schon Geschichte und das Ipad, das gleichzeitig auch als MP3-Player zum Abspielen des Hörbuches dient, erzählt mir auf Knopfdruck alles weitere. So ist aus einem Sach-Hörbuch mittlerweile mein ganz persönliches „Enhanced E-Book“ geworden.

Mehr Infos zum Buch und eine Hörprobe gibt es auf der Verlags-Webseite:

„1913 – der Sommer des Jahrhunderts“ (Fischer Verlage)

Autor: Anna

Seit März 2011 studiere ich E-Learning und Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg und schreibe dort aktuell meine Masterarbeit zum Thema "Enhanced E-Books als Lehrbücher". Zuvor habe ich meinen Bachelor in Informationsdesign an der Hochschule der Medien abgeschlossen.

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