Hinweise zur Gestaltung von Unterrichtsmaterial für das IWB

Als weiteres Ergebnis meiner Bachelorarbeit konnte ich verschiedene Hinweise zur Gestaltung von Unterrichtsmaterial für das IWB sammeln. Ich habe mich dazu entschieden diese Empfehlungen als Poster meiner Bachelorarbeit beizulegen.

Und natürlich gibt es das Ganze auch hier im Blog zum Download.

Download PDF: Poster mit Hinweisen zur Gestaltung von Unterrichtsmaterial fürs IWB

Linkliste

Google spuckt derzeit 1.360.000 Ergebnisse für das Suchwort “Interaktive Whiteboards” aus, deshalb möchte ich hier eine kleine Linkliste anlegen mit Webseiten, auf die ich während meiner Recherche gestoßen bin.

Links zu Herstellerwebseiten

SMART

-> Link zur Webseite

-> Link zu Anwenderberichten

-> Link zu internationalen Forschungsergebnissen (englisch)

Promethean

-> Link zur Webseite

-> Link zur Community Promethean Planet

-> Link zu Unterrichtsmaterialien von Partnerfirmen/ -verlagen (kostenlose Anmeldung erforderlich)


Links zu Webseiten

-> myBoard Erstes, deutschsprachiges Informationsportal über Interaktive Whiteboards

-> e-Teaching Umfangreiches Informationsportal zum Einsatz digitaler Medien an Hochschulen.
Unter Materialien -> e-teaching.org Artikel befinden sich interessante Artikel auch zum Thema “Interaktive Whiteboards”.
-> Lehrer-Online Newsletter von 2009  zum Thema “Interaktive Whiteboards ” auf Lehrer-Online.

->mediaculture online Portal zur Medienbildung mit umfangreichen Artikeln zu Interaktiven Whiteboards

Links zu Blogs

-> PixelTafel Blog zum Einsatz des SMART- Boards in den Grundschulunterricht. Stellt kostenlos, übersichtliche Arbeitsblätter zur Verfügung mit denen Schüler (und auch Studenten, Lehrer …)  das Vortragen am SMART Board erlernen können.

-> Zaubertafel Sammlung an Themen rund ums Interaktive Whiteboard. Vorgestellte Unterrichtsmaterialien hauptsächlich aber nicht ausschließlich für die Grundschule.

Links zu Linksammlungen

-> Materialsammlung zu interaktiven Whiteboards Umfangreiche Sammlung von Themen wie IWB-Technik bis hin zu eigenen Unterrichtsentwürfen.

-> Die Meinung der Forschung zu interaktiven Whiteboards Sammlung aktueller, englischsprachiger Forschungsbeiträge mit deutschen Zusammenfassungen.

-> NCEF Ressource List: Interactive Whiteboards Umfangreiche, englischsprachige Linkliste zum Thema Interaktive Whiteboards des “National Clearinghouse for Educational Facilities” (Washington, D.C.)

Links zu Videos

->Interaktive Whiteboards im Chemie Unterricht Vortrag von Rolf Goldstein (Lehrer) für die Goethe Universität Frankfurt. Mit umfangreicher, allgemeinen Einführung zum Thema Interaktive Whiteboards. 

Links zu Studien

-> European Schoolnet IWB Studies Umfangreiche Studien aus verschiedenen europäischen Ländern (2009)

… in ständiger Bearbeitung (letztes Update 20.02.2011)

Theorie: Wie verändert der Einsatz von IWBs den Unterricht

Hier eine Zusammenfassung des Theorieteils meiner Bachelorarbeit:

Nach wie vor gibt es kaum wissenschaftliche Belege, wie sich der Einsatz Interaktiver Whiteboards auf den tatsächlichen Lernerfolg der Schüler auswirkt. (Irion, T., 2010)

MOTIVATION

Aus einigen Studien geht hervor, dass IWBs in der Lage sind die Motivation von Schülern zu steigern. Die Schüler sind aufmerksamer und zeigen größere Bereitschaft zur aktiven Teilnahme am Unterricht. (Passey et al., 2004) Die Faszination des neuen Mediums reicht aber nicht aus, um langfristig zu motivieren, denn über kurz oder lang wird auch das IWB zum Alltag. (Graube, G. & Kannenberg, 2010, S.36 ff.)

ZENTRIERUNG

Es wird befürchtet, das Interaktive Whiteboards zu mehr Frontalunterricht verleiten. Als Ursachen werden Unsicherheit im Umgang mit dem neuen Medium (Grabe, G. & Kannenberg, 2010, S. 36 ff), fehlende Erfahrung zum didaktischen Einsatz (Irion, T., 2010, S.16 ff) und das Festhalten an der klassischen Lehrerrolle (Beauchamp, G. & Parkinson, J., 2005, S. 97 ff) gesehen.

ZEIT

Interaktive Whiteboards verändern die Struktur des Unterrichts. Es erwarten den Lehrer beispielsweise neue Aufgaben, wenn er morgens den Klassenraum betritt: Statt Tafel zu wischen muss erst einmal das Interaktive Whiteboard betriebsbereit gemacht werden. Auch die Unterrichtsvorbereitung hat sich verändert und alles muss digitalisiert werden. Dies wirkt sich auch auf Unterrichts- und Vorbereitungszeit aus. Bei manchen als Zeitgewinn (BECTA, 2007), bei vielen Lehrern, besonders in der Anfangsphase, bedeutet der Kampf mit der Technik aber in erster Linie ein Zeitverlust (Christiansen, C. et al., 2010).

MEDIENKOMPETENZ

Als Mehrwert davon digitale Medien in den Unterricht zu bringen, erwartet man sich eine Förderung der Computer- und Medienkompetenz von Schülern. Die Europäische Union fordert Computerkompetenz, als Schlüsselkompetenz für lebenslanges Lernen. Auch in den Lehrplänen der Bundesländer ist Computer- oder Medienkompetenz mehr oder weniger stark verankert. Das Interaktive Whiteboard bringt den Computer für alle sichtbar und gemeinsam erlebbar in den Klassenraum (Kohls, C., 2010). Es kann so in Kombination mit geeigneten Unterrichtskonzepten die Medienbildung unterstützten.

Das Interaktive Whiteboard hat Stärken und Schwächen. Es hat Potential neue, innovative Unterrichtsformen zu ermöglichen und einen spannenden, anschaulichen Unterricht zu gestalten. (Wieden-Bischof, D., 2008) Wird mit der medialen Vielfalt aber nicht richtig umgegangen, kann es passieren dass es zum “großflächigen Flashplayer missbraucht” (Kreuzler, T. 2010, S.59 f) wird oder ein Dasein als „besserer Overheadprojektor“ fristet (Beauchamp, G. & Parkinsson, J., 2005)

Quellen:

Beauchamp, G. & Parkinson, J. (2005). Beyond the wow factor: developing interactivity with the interactive whiteboard. School Science Review (86) 316. 97–103.

Becta (2007). Evaluation of the Primary Schools Whiteboard Expansion Project. Report to the Department for Children, Schools and Families. Retrieve Date 09.01.2011 From http://research.becta.org.uk/upload-dir/downloads/page_documents/research/whiteboards_expansion.pdf

Christiansen, C., Johansson, Å., Lindberg, P., Nordling, A., Oliveras, T., Pillola G. (2010). Interaktiva skrivtavlor och aktiva lärare – problem och möjligheter. Skolportens numrerade utvecklingsartiklar, 1. Hämtad 15.01.2011 från www.skolporten.com/art.aspx?id=FkXW8

Graube, G. & Kannenberg, S. (2010), Revolutionieren digitale Whiteboards den Unterricht?. Folio, 2, 36 – 41. Abruf am 09.01.2011 von http://www.bch-folio.ch/default.asp?PROJECTID=329

Irion, T. (2010). Interaktive Whiteboards: Was sollten Lehrkräfte wissen und können? Computer + Unterricht, 78, 16- 18.

Kohls, C. (2010). Mein SMART Board. Das Praxishandbuch für den erfolgreichen Einsatz im Unterricht. Augsburg: Projekt Bildung Media.

Kreuzler, T. (2010). Interaktive Whiteboards. Die Multimediatafel im didaktischen Netzwerk. Schulmagazin 5-10, 12, 59-60.

Passey, D., Rogers, C., Machell, J. and Mchugh, G. (2004).The motivational effect of ICT on pupils. Lancaster: Lancaster University. Retrieved Date 26.11.2010 from http://portaldoprofessor.mec.gov.br/storage/materiais/0000012854.pdf

Wieden- Bischof,D. (2008). Interaktive Whiteboards. Überblick und Einsatzmöglichkeiten im Unterricht. Abruf am 11.11.2010 von http://virtuelleschule.bmukk.gv.at/uploads/media/UEberblick_SR_Interactive_whiteboards.pdf

Benchmark

In den letzten Tagen habe ich mir verschiedene Tafelbilder für das Interaktive Whiteboard näher angeschaut.

Es fällt auf:

- Interktionsmöglichkeiten meistens sehr eigeschränkt (Drag & Drop Zuordnungen, Buttons, Kippschalter).

- Intuitive Bedienung der Software wird meist durch zu hohe Komplexität, zu kleine Buttons und schlechte Darstellung von Interaktionsmöglichkeiten verringert (z.B. Bildschirmabdeckung nicht gefunden).

- Bei der Software für die Oberstufe wird auf spielerische Komponenten verzichtet.

- Wissensabfragen meistens durch Drag & Drop Zuordnungen.

Die folgende Grafik zeigt vier IWB-geeignete Softwareprodukte für die Oberstufe im Vergleich.

Demoversionen der analysierten Programmen:

-> Nerven, Gehirn, Drogen. Tafelbilder für Beamer und Whiteboard – digital und interaktiv (Hagemann)

-> Interaktive Wandkarten (Kids Interactive für Klett)

-> Das Auge Interaktiv (BrainGame)

Umfrageergebnisse Schülerbefragung

Zur Zeit werte ich die Onlineumfrage aus, mit der ich herausbekommen möchte, welche Inhalte und welche Mittel die Schüler für die Lehreinheit “Eine Studienarbeit schreiben” benötigen. Es haben 58 Schüler der 11. Oberstufenklasse teilgenommen. Davon sind 53% Schülerinnen und Schüler des G9 Zweigs und 48% des G8 Zweigs. Die Schüler haben seit Beginn des Schuljahres Interaktive Whiteboards in ihren Klassenzimmern. In der Umfrage stellte ich ihnen auch die Frage, wie sie die Interaktiven Whiteboards im Vergleich zur alten Tafel finden. Das überraschende Ergebnis: Fast die Hälfte der befragten Schüler findet IWBs schlechter als die Schultafel. Als Begründung geben die meisten Schüler technische Probleme, insbesondere mit den Stiften und Verlust von Unterrichtszeit an.

Umfrage erstellt mit: Google spreadsheets, Eigene Grafik.

 

Erste Hilfe für Whiteboard* Probleme

In den letzten Tagen habe ich ganz schön viel neues über die Interaktiven Whiteboards gelernt und am eigenen Leib erfahren. Ein paar Probleme wiederholen sich nun schon in Aussagen von Lehrern, Schülern und in dem was ich erlebt habe. Diese kleinen Alltagsprobleme habe ich mal zusammengetragen und versucht 1. Hilfe Lösungen dafür zu finden, ohne dass man das IBW gleich aus dem Fenster wirft. Hier nun zunächst eine Kurzübersicht. Eine detaillierte Beschreibung zum Download folgt.


* Die hier aufgeführten Probleme sind auf dem ActivBoard von Promethean aufgetreten

Was ist ein Interaktives Whiteboard?

Ich werde häufig gefragt was dieses Interaktive Whiteboard eigentlich ist, über das ich meine Bachelorarbeit schreibe. Im Prinzip einfach ein Beamer, verbunden mit  einem Computer der auf eine  “wie auch immer” berührungssensitive Fläche projeziert wird…

SMART zeigt in diesem sehr schönen Stop Motion Video, dass noch ein bißchen mehr dahinter stecken kann:

Persönliches Fazit zur Fachtagung

Persönliches Fazit zur Fachtagung „Interaktive Whiteboards – Aus der Praxis für die Praxis“ des LISUM Berlin- Brandenburg

  • Schulbuchverlage stehen in der Entwicklung von Unterrichtsmaterial für das IWB noch ganz am Anfang (Bundesweit wird der Einsatz von IWBs in Schulen nur auf etwa 5% geschätzt) 

  • Meist wird vorhandenes Präsentationsmaterial als auch whiteboardfähig ausgezeichnet ohne aber die Interaktionsmöglichkeiten des IWBs voll auszunutzen.
  • Es gibt verschiedene Möglichkeiten Schülern das IWB im Unterricht zu überlassen, oft werden aber nur 1-2 Schüler mit einbezogen.
    Möglichkeiten:

     

    • Ein Schüler präsentiert eigene Folien am IBW
    • Schüler präsentieren eigene Folien am IBW
    • Ein Schüler/Mehrere Schüler präsentieren am IBW und beziehen Mitschüler mit ein
    • Ein Schüler löst vorgefertigte Aufgaben am IBW
    • Schüler lösen gemeinsam vorgefertigte Aufgaben am IBW
    • Ein Schüler/ Mehrere Schüler entwickeln Aufgaben am IBW für die Mitschüler
    • … (hier kann noch viel weitergedacht werden!) 

  • Material fürs Interaktive Whiteboard muss leicht in den Unterricht zu integrieren und einfach zu handhaben sein. Es darf keine „Angst vor Technik“ fördern. 

  • Flexibilität des Unterrichtmaterials muss gewährleistet sein, damit im Unterricht spontan auf Dinge eingegangen werden kann. 

  • Schulungen nicht nur in der Hardware/Software werden benötigt, sondern auch in der didaktischen Einsetzung im Unterricht.
  • Unterrichtsbeispiele wären sinnvoll, die einen möglichen Beispielablauf mit dem IWB aufzeigen. (Unterrichtshospitationen, Videoaufzeichnungen …) Problem: Über die Schultern schauen lassen wird als unangenehm empfunden)
  • Ein Austausch zwischen Lehrern über die Schulhöfe hinaus sollte gefördert werden
  • Übersichtliche, fachspezifische Materialsammlungen mit Weblinks, Ressourcen und Ideen könnten eine gute Hilfestellung besonders am Anfang bieten.

* grün Markierte Erkenntnisse stehen im direkten Zusammenhang mit dem Thema meiner Bachelorarbeit

Hiermit möchte ich mich noch einmal herzlich beim LISUM Berlin- Brandenburg dafür bedanken, dass ich die Chance hatte an der Fachtagung teilzunehmen und viele neue Impulse für meine Arbeit mitnehmen konnte.

Interaktives Whiteboard vs. Kreidetafel

Fazit: Auf beiden Seiten gibt es Probleme, die man berücksichtigen muss und denen man durch gezielte Gestaltungsentscheidungen entgegenwirken kann.

Nachteile der Kreidetafel z.B. nasse, schmutzige Tafel, unsaubere Schrift, farbige Kreide z.B. grün

Nachteile des IWBs sind z.B. Sonneneinstrahlung, Schattenwurf, zu kleine Schriftart, schlechte Bildqualität

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